Die eigene Software, der eigene Algorithmus

In den vergangen Jahren habe ich die Erfahrung machen dürfen, dass viele Künstler_innen und Kulturschaffende ein starkes Interesse an der Umsetzung von Projekten haben, die digitale Mittel gezielt zum Kern ihrer Auseinandersetzung machen.

Das liegt sicherlich auch daran, dass uns bewusst wird, wie viel Einfluss digitale Artefakte in unserem Leben haben und wie es wäre, wenn wir nicht ausschließlich Konsumenten wären, sondern unsere eigenen Instrumente, Kommunikationsmittel oder Algorithmen entwerfen könnten.

Programmieren lernen kann jede/r.
Auch ohne Informatikstudium.

Aus dieser Perspektive scheint Programmieren lernen fast ein Muss. Denn Programmieren als ein Handwerk zur Produktion von Software, ist nicht nur eine Kunst für sich, sondern immer während eine Auseinandersetzung mit der Welt, die uns umgibt.

Außerdem beginnt man vielleicht auch ein bisschen besser zu verstehen, was das sogenannte digitale Zeitalter ist und wie zentral es ist, auch in der Kunst ein tiefes Verständnis dafür zu haben, welche Produktionsmittel und Arbeitsweisen dieses ausmachen.

Workshops

Ein guter Einstieg ins Programmieren.

Ein Workshop kann natürlich keine langfristige Auseinandersetzung mit Programmieren ersetzen. Jedoch kann ein Workshop Aufklärung darüber bringen, wo man starten kann, wenn man bestimmte Projektideen hat. Oder welche Mittel und Programmierkenntnisse wie einsetzbar sind. Außerdem kann ein Workshop zu diesen Themen durchaus einen Anlass bieten, endlich vertiefend Programmieren zu lernen, sich mit anderen Teilnehmer_innen zu vernetzen und sich so gemeinsam die digitale Welt in der Kunst zu erschließen.

Inhalte

  • Einführung ins Programmieren mit Java - Oder wie lernt man als Kulturschaffende_r Softwareentwicklung
  • Die eigene Software - Einführung in das Arbeiten mit selbst entwickelter Software
  • Die eigene Hardware bauen - Einführung ins Erstellen interaktiver Installationen
  • Finanzierung und Projektplanung mit der eigenen Software oder Hardware
  • Algorithmen als Inszenierungsstrategie

Meine Workshopinhalte sind mit einer kleinen Einführung ins Programmieren verbunden, sollen aber auch aufzeigen, welche Projektmanagementgrundlagen von Nöten sind, um seine eigens entwickelte Software in Projekten umzusetzen.

Zumeist leite ich Workshops in Zusammenarbeit mit anderen Künstler_innen oder Kulturschaffenden, wodurch der Schwerpunkt sich beispielsweise auf die Produktion von digitalen Musikinstrumenten für den Einsatz in Performances oder das Entwickeln von Algorithmen im Theaterkontext verschiebt.

Teilnehmer_innen

Teilnehmen kann im Prinzip jede/r. Es sind keine Programmierkenntnisse Voraussetzung. Wer an den Workshops teil hat sollte einen Laptop mitbringen. In der Regel kontaktiere ich jedoch die Teilnehmer_innen im Vorfeld und schicke eine Liste mit Utensilien zur Vorbereitung.